Kiss me Lady



Trakehner, 163 cm, 07.05.2005

Eingetragen in das Stutbuch I des Trakehnerverbandes
Eigentümer: Steffanie Michalowski, Neumünster


Eine im alten Typ stehende Trakehnerstute mit viel Ausdruck und Charme.
 

Vaterlinie:

Ihr Vater Preussenprinz wurde 1987 geboren und wurde für die Verbände des Trakehner, Mecklenburger, Hannoveraner sowie Westfalen zur Zucht zugelassen. Er stammt aus der Stutenfamilie der Psyche xx. Seine Hlp absolvierte er 1990 auf dem Klosterhof Medingen mit  123,95 Indexpunkten (11/83) (u.a. mit Noten für due GGA mit 8,67). Er brachte einige Prämienstute hervor u.a. SPS/PS/ElS Iteka, SPS/PS Balaika, SPS/PS Boyaren, PS Hoheit von der Heide, PS Lantana, PS Kopra, PS Kosyma, PS Havanna Sunrise, Brilliante. Seine erfolgreichste Tochter dürfte die Oldenburgerin Aglaia sein, die in Prüfungen bis zur Klasse S 48.690 Euro zusammensprang. Den westfälischen Brand trägt die Springstute Panama und macht damit auf S-Ebene Werbung für ihren Vater Preußenprinz. Der Trakehner Boston (a.d. Bonita II v. Itaxerxes) hält die Fahne im Dressurviereck hoch und hat ebenfalls Erfolge bis zur Klasse S mit 5.085 Euro. Nice Connection (a.d. Bianca XII v. Michelangelo), gerade mal 7-jährig, hat bereits Erfolge in M-Springen und M-Vielseitigkeit, und gewann 4.756 Euro auf Turnieren. Der 8-jährige Hengst Astral Silver Shadow (a.d. Ashley v. Inschallah x) gewann in Prüfungen aller Disziplinen bis Klasse L bereits über 1.000 Euro. Insgesamt haben Preußenprinz-Nachkommen inzwischen über 91.613,00 Euro auf Turnieren gewonnen.

Ein schmaler Zweig der Hengstlinie des überragenden Flaneur in Kombination mit dem Hämelschenburger Ibikus, eine Linienzucht auf den Stempelhengst Humboldt, das Ganze garniert mit einem Spritzer Pindar xx und dem Vollblutstamm mütterlicherseits – das ist der Stoff, aus dem man züchterische Juwelen formt …
 
Opa Majoran stellte mit Preussenprinz seinen einzigen gekörten Sohn. Der Hengst aus der Zucht des Gestüts Vogelsangshof war wie sein Vater Rubin zunächst mehrere Jahre Reithengst und gewann in Dressurprüfungen bis zur Klasse L knappe 2.000 Mark, bevor er zum züchterischen Einsatz gelangte.
Majorans Vater Rubin war einer der zahlreichen Söhne des großen Flaneur – einer von denen, die in der Landeszucht mehr zu tun hatten als in der Trakehnerzucht. So stellte er den rheinischen HLP-Sieger Rembrandt, aber auch acht Trakehner Nachkommen im Sport der gehobenen Klasse, am gewinnreichsten waren die S-Dressurpferde Supertramp (a.d. Sayonara II v. Insterfeuer) und Agatho (a.d. Anette IV v. Abendregen) sowie das S-Fahrpferd Antonio (a.d. Arlette v. Cesar).
Majorans Mutter Marquise ist das „Urgestein“ der Vogelsangshofer Zucht schlechthin. Die tiefe, rumpfige Fuchsstute aus der Marke-Familie war Prämien- und Elitestute, mit der Traumbewertung 1,1,1/1,1 eingetragen, und wird im FN-Leistungsstutbuch D geführt. Drei ihrer vier Söhne erhielten das positive Körprädikat, ihre Tochter Maharani II gehört zu den Perlen der westdeutschen Trakehnerzucht.
Acht Töchter des Majoran tragen sein Erbe in der Trakehnerzucht weiter. Im Sport zu Erfolgen kamen Kasiopeia (a.d. Klarinette v. Cesar, Springen bis M, Vielseitigkeit bis L), die rechte Schwester des Preußenprinz, Preußengold (Dressur M) und deren Tochter Patchouli v. Scharahnanduc (Dressur M).

Die staatsprämierte Elitestute Preußenlied gehört zur Familie der abzeichenlosen braunen Vollblüterin Psyche xx, die von der Zuchtstätte Bunte/Hoffeld aus einen schmalen Stutenstamm begründete.
Psyches Vater Traumgeist xx ist auch Trakehnerfreunden ein Begriff. Acht Söhne, darunter Unikum (Schweden), Schöngeist und Schwarm, 42 Töchter im Stutbuch, darunter Schwarze Schwalbe, Polarnacht und Amadine, sowie angenehme Reitpferde, darunter das Grand-Prix-Dressurpferd Hirtentraum (Uwe Sauer), stellen die beeindruckende Bilanz des Waldfrieders in der Trakehnerzucht.
Psyches Mutter Perfidie xx ist Halbschwester zu Paola xx v. Obermaat xx, der das westfälische Zuchtgebiet den Landbeschäler Picasso v. Pilatus verdankt.

Psyches Muttervater Fol Ami xx ist Trakehnerfreunden vor allem über seine Tochter Siegburg ein Begriff. Die Haasler’sche Siegburg wurde Mutter der Hengste Siegel v. Handelsherr und Siegbert v. Garamond, des M-Springpferdes Sherry v. Handelsherr sowie des M-Dressurpferdes Sigismund v. Gunnar. Ihre Tochter Siebenbürgen v. Handelsherr wurde auf der bayerischen Landesschau 1973 mit Ia ausgezeichnet, Tochter Signora IV v. Frohsinn wurde Mutterstute in Luxemburg.

Psyche xx schenkte der Trakehnerzucht mit Psychologie v. Donauwind, Pergola IV, Psychatrie und Pilar II, alle v. Tannenberg, sowie Parodie VIII v. Lucado fünf Töchter und das M-Springpferd Fiffikus v. Vincent. Eine weitere Elitestute aus dieser Stutenfamilie ist Patricia v. Bajar u.d. Psychatrie, die eine Reihe sporterfolgreicher Kinder lieferte: Perhaps v. Herzzauber und Poor Grey von Almox Prints gehen erfolgreich in Springen bis Klasse M; Potzblitz v. Donaumonarch ist im Busch bis zur selben Klasse unterwegs.


Mutterlinie:

Die Mutter Kenia IV stammt ab vom Elitehengst Tenor. Sie brachte 4 Nachkommen, die im Sport erfolgreich vertreten waren. u.a. Kompetent sowie Kantavio von Black Magic Boy die beide Erfolge in Dressurprüfungen der Kl. M* und M** aufweisen können.

Großvater E.H. Tenor war langjähiger Beschäler in Webelsgrund. Tenor wurde 1981 aufgestellt, er hat zahlreiche gekörte Hengste und erfolgreiche Sportpferde geliefert. Itaxerxes, Shannon und Iglesias sind die besten Söhne des Tenor. 2002 wurde mit Iffland einer seiner letzten Söhne gekört.

Vater des Tenor, Tümmler führte über seine Mutter Tuberose v. Burnus AAH / Pindar xx viel Blut, stammte ebenfalls aus der Zucht des Gestüts Panker, war Reservesieger seiner Hengstleistungsprüfung in Medingen und war unter dem langjährigen Bundestrainer und damaligen Leiter der Westfälischen Reitschule, Reitmeister Martin Plewa, u.a. Bundeschampion des Deutschen Jagdpferdes 1979. Nach insgesamt fünf Deckjahren, in denen Tümmler der Trakehnerzucht die Söhne Hilarius, Tenor, Tivano und Isidor (ATA) sowie 14 eingetragene Töchter hinterließ, ging der Hengst 1984 in die USA, wo er bis zu seinem Tod 1996 auf der Tulucay Farm in Napa/Kalifornien stationiert blieb. Tümmler selbst kann auf sehr erfolgreiche Kinder im Sport verweisen: Cornett a.d. Konstanz v. Schabernack (Züchter: Gestüt Panker) ging Dressur bis S, ebenso sein Halbbruder Calypso (Züchter: Klaus Stoltenberg), der eine Lebensgewinnsumme von über 11.210 Euro aufweisen kann. Liberty aus der Zucht von Georg Sahm ist Fahrpferd bis Klasse S. Dragoner v. Märchenprinz u.d. Damina v. Tümmler (Züchter: Karl Deerberg) gewann in Springen bis Klasse S über 13.000 Euro, sein Vollbruder Dragon geht ebenfalls Springen bis Klasse M. Bajazzo v. Wolter u.d. Bergkuppe IV v. Tümmler (Züchter: Harro Hasche) ist in Dressurprüfungen bis Klasse S erfolgreich.

Mutter des Tenor Tilsit III und ihre Mutter Tip-Top gehören wohl zu den wertvollsten Edelsteinen der modernen Trakehnerzucht. Die beiden Stuten gehören nach neuer Familiensystematik zur Familie T17A1 Tatiana. Die 1973 geborene Tilsit III trägt ihren Elitetitel wahrlich nicht von ungefähr. Mit Topnoten eingetragen, brillierte sie auf der Landestierschau in Rendsburg 1976 (Ia), auf der Landesschau in Bad Segeberg 1977(Ia und Reservesieg), auf der DLG-Ausstellung in Frankfurt 1978 (Ia), auf der ersten deutschen Bundesschau in Münster-Handorf 1979 (Ib) und nochmals 1985 anlässlich der III. Landesschau Schleswig-Holstein (Ia und Reservesieg). Unter ihren zwölf Fohlen ragen natürlich die drei Elitehengste Tenor v. Tümmler, Tivano v. Tümmler und Tuareg v. Radom heraus. Doch Tilist III ist auch Mutter der beiden Staats- und Verbandsprämienstuten Tänzerin V v. EH Consul und Tivoli II v. Königspark xx.

Die inzwischen ebenfalls zur Elitestute gekürte Tänzerin ist Mutter des Prämienhengstes Tambour sowie der Hengste Travell und Thalys, inzwischen im Dressursport bis M erfolgreich. Tänzerin selbst war beste Dreijährige der zentralen Stuteneintragung in Schleswig-Holstein 1991, Gesamtsiegerstute der Landesschau Schleswig-Holstein in Bad Segeberg 1994 und Ib-Preisträgerin auf der Bundesstutenschau in Warendorf 1994.

In 4.ter Generation findet sich die Elitestute Kassiopeia. In Webelsgrund wurde Ende der 60er Jahre die Kassandra-Tochter Kaprice v. Impuls, später aus dem Krefelder Gestüt Marberthof auch ihre ältere Vollschwester Kassiopeia erworben. Die Mitglieder dieser Familie wurden in Passerpaarung mit Ibikus zu einem dauerhaften, blühenden züchterischen Fundament für die Hämelschenburger Zucht. Kassiopeia - sie verunglückte bereits als 14jährige tödlich auf der Weide - war Siegerstute der niedersächsischen Landesschau 1972 und hochprämiert anlässlich der DLG Hannover 1964. Ihre Söhne Kassiber und Kastilio v. Ibikus zählten zu den wertvollsten ihres großen Vaters. Kassiber wurde später Australischer Militarychampion, Kastilio in den Händen von Hans-Eberhard Schneider ein erfolgreiches Dressurpferd der Kl. S. Edler, leichter und vornehmer als ihre durch großen Rahmen und bedeutende Knochenstärke charakterisierte Vollschwester Kassiopeia stellte sich die 1965 geborenen Kaprice dar. Die Impuls-Tochter bewies ihren hohen züchterischen Wert vor allem durch die Hinterlassung mehrer, weiten züchterischen Einfluß nehmender Töchter, und auch ihr gekörter Sohn Karneval v. Ibikus schuf sich vor allem in der nordamerikanischen Zucht einen hervorragenden Namen. Seine Vollschwester Kapriziöse brachte unter zwei gekörten Söhnen den im Springsport bis S erfolgreichen Kapuccino v. Mozart; der unlängst im hohen Alter eingegangene Vollbruder Kaspareit avancierte zu einem der wertvollsten Vatertiere in den USA mit prägender züchterischer und sportlicher Einflussnahme.

Kassiopeia's Mutter, "Kassandra" v. Sporn, lieferte die Beschäler "Kadett", "Kapitän", "Karneol" und "Kassius" sowie das Olympia-Dressurpferd "Immanuel" (München 1972). Weiterhin ist sie Mutter der Prämienstute "Kaprice II", die über ihre Tochter "Karben" (Mutter des Hengstes "Karon" und Großmutter der Hengste "Caprimond" und "Kostolany") großen züchterischen Einfluß auf die weltweite Trakehner Zucht nimmt.